„Wir wollen wünschen, daß sich in der Kunststadt Dresden doch ein Raum findet, der Hans Körnigs Werke für die Besucher bequemer erreichbar macht, als es der Dachboden des Wallgäßchens nun einmal ist.“
Fritz Löffler 1954


Der Dresdner Maler und Graphiker Hans Körnig (1905-1989) erhält 20 Jahre nach seinem Tod ein eigenes Museum, und zwar an seiner einstigen Wirkungsstätte im Wallgäßchen. Bekannt wurde der Meister der Aquatinta-Radierung durch seine beiden legendären Dachbodenausstellungen 1954 und 1955, die unter anderem von Otto Dix besucht wurden, worauf sich zwischen den beiden Künstlern ein kollegiales Verhältnis bis zu Dix‘ Tod entspann. ...


Ausstellung: Begräbnis der Vergangenheit
ab 26. Mai 2011
Die neue Ausstellung im Museum Körnigreich knüpft an die Dresdner Jahre des Malers und Graphikers Hans Körnig an und geht der Frage nach, wie es zu seiner Entscheidung kam, nach dem Mauerbau nicht nach Dresden zurück zu kehren. Mit "Begräbnis der Vergangenheit" betitelte Körnig eine seiner letzten Dresdner Arbeiten, bevor er sich mit seiner Familie im Sommer 1961 auf eine Urlaubsreise durch Belgien und die Niederlande begab.

Er konnte nicht ahnen, dass er dieses Bild und alle anderen, in seinem Dresdner Atelier entstandenen Werke, niemals wiedersehen sollte. Neben Reisebildern, die im ersten Jahr des niederbayerischen Exils entstanden, wird der Aquatintazyklus "Berlin" von 1965 gezeigt, in dem sich Körnig mit der geteilten Stadt auseinandersetzt.

Weitere Informationen zum Dresdner Museum Körnigreich: hier




Ausschnitt aus: Selbst mit Maler
Waldo Köhler, 1931, (bearbeitet)